Nomadenleben

Man braucht nicht unbedingt ein Wüstenschiff oder schnelle Pferde, um zu einem Nomadenleben zu kommen. Ein Leben als Mieterin reicht auch. Von hü nach hot nach hottehü… Kaum einmal darf man dauerhaft bleiben. Sei es, weil der Vermieter teuer weitervermieten will oder sanieren und dann verkaufen oder Eigenbedarf hat – wie auch immer. Möchte man länger als ein paar Jahre bleiben, hat man einen schlechten Stand.

Und so sitzen wir nun wieder zwischen gepackten Koffern und Kisten. Diesmal kein Umziehen in der Wohnung von einem Zimmer zum anderen, sondern ein ganz neues Domizil. Eines, auf dem „Dauermietvertrag“ steht. Da ist doch zu hoffen, dass hier Nomen est Omen gilt. Aber warum nicht. Es kann ja auch mal was Bleibendes sein. Immerhin gibt es einen Balkon und Platz für‘ s Klavier und einen trocknen Keller. Ein nicht zu unterschätzender Vorzug.

Das Wichtigste ist doch, wir können im Veedel bleiben, der Wald ist nah, die Freunde auch, ein paar neue Wege für den Alltag, aber der Rest, der bleibt. Jucheirassa.