Die ersten Wolkenformationen, Texturen, Gebilde lassen sich erahnen. Über den Hausdächern am anderen Hofende kommt ab und zu ein leichter Altsoséschimmer durch die gen Osten ziehende Wolkendecke ans Licht. Ansonsten eher ein trüb trister Morgen, an dem man sich eigentlich noch dreimal im Bett umdreht und den lieben Gott einen guten Mann sein lässt, jedenfalls solange bis man ausgeschlafen hat.
Wenn, ja wenn da nicht die Aufbruchstimmung wäre. Noch heut und morgen und dann – nein nicht Nikolaus oder Weihnachtsmann, auch wenn das nicht mehr allzu fern ist – der Umzugstag naht. Mit einem Großaufgebot an Umzugskräften. Fachmännischer Außenaufzug. Ein Trupp von fünf Mann hoch. 40 Jahre Umzugserfahrung im Familienunternehmen. Das soll wohl reichen, um einen über 20 Jahre gewachsenen Haushalt im wahrsten Sinne über den Berg zu bringen. Ein Sprung in einen neuen Lebensabschnitt. Ein Abschied von Kindheit und Jugend. Herbstanfang. Mehr Zeit für sich. Vielleicht auch mal mehr Zeit zum Genießen? Wer weiß. In jedem Fall ein Sprung nach vorn. Und dahin soll es gehn.

